Das Ende der Powerlans

Wenn ich zu Hause am Computer sitze, dann bin ich kein großer Fan von WLAN. WLAN ist für mich Mittel zum Zweck. Der Zweck hat dann meist was mit Mobilität zu tun. Aber zu Hause brauche ich in der Tat nicht oft Mobilität - im Gegensatz zu meiner Frau.

WLAN nutze ich nur beim Handy und beim Tablet. Selbst mein Notebook hängt nicht im WLAN, und der Desktoprechner schon garnicht. WLAN ist auf jeden Fall langsamer und eben auch unsicher. Es gibt auch viele Störungen aus den umliegenden Häusern. Daher bin ich sehr darauf aus, dass ich mit dem Notebook und dem Desktoprechner mittels LAN ins Internet gehe.

Unser Haus, in dem wir leben und vor 4 Jahren gemietet haben, wurde in Eigenleistung in den 70-ziger Jahren gebaut. Zwar bin ich kein Handwerker, aber den Murks hätte ich auch so hinbekommen. Wie dem auch sei, die Verkabelung ist aus heutiger Sicht unzureichend. Aber genau das kann ich nicht ändern.

Mein Arbeitszimmer ist oben. Beim Einzug hatte ich noch die Idee, trotz meiner Abneigung zum WLAN zu Hause, dass ich mich eben mit WLAN in meinem Arbeitszimmer versorge. Warum auch immer, sobald ich mit einem WLAN-tauglichen Gerät mein Zimmer betrete, geht die Empfangsqualität bis auf fast Null runter. Mein Zimmer ist das einzige Zimmer im ganzen Haus, in dem dieser Umstand auftritt. Im Garten, im Keller, in der Garage, überall gibt es ausreichend WLAN-Empfang. Nur in meinem Zimmer nicht.

Seinerzeit hatte ich aus meinem alten Haus noch zwei Adapter Powerlan, allerdings mit einer schwachen Übertragungungsrate. Nachdem mir die ewigen WLAN-Aussetzer den letzten Nerv geraubt hatte, installierte ich die Poswerlans und hatte trotzdem kaum Empfang. Wenn ich die Powerlans in einem anderen Zimmer nutze, gab es wesentlich mehr Geschwindigkeit. Wieder war es mein Zimmer, welches selbst beim Internet aus der Steckdose Zicken machte.

Also musste getestet werden. Ein Bekannter hatte zwei schnelle Powerlan-Adapter und wird probierten diese aus. Und siehe da: In meinem Zimmer konnte ich mich dann tatsächlich einem Geschwindigkeitsrausch hingeben. Ab diesem Zeitpunkt waren mein Zimmer und ich endlich Freunde, und ich konnte ich meinen diversen computerlastingen Hobbys hingeben.

Dieser Zustand hielt genau bis zum 07.12.2016. An diesem Tag hat sich die Möglichkeit über Powerlan ins Internet zu kommen nach und nach abgebaut. Ja, abgebaut. Ich dachte schon sie hätten mich gebissen, irgendwer.

Am frühen Abend saß ich in meinem Zimmer und wurschelte an einem meiner Projekte rum. Sodann rief meine Frau zum Essen und ich ging hungrig nach unten. Beide Computer, Notebook als auch Desktop-PC, waren mit Internet bestückt. Dieser Zustand muss sich dann während meiner Essenspause irgendwie geändert.

Als ich nach ca. 15 Minuten wieder in meinem Zimmer ankam waren beide Computer ohne Internetverbindung. Hm, was war nun wieder. Schnell wurde das Handy gegriffen und geprüft. WLAN funktionierte und auch eine Internetverbindung stand. Das war nun mehr als komisch.

An den Powerlans sind kleine Knöpfchen. Damit kann man einen Neustart der Adapter auslösen und schon ist das Internet wieder da. Hier und da musste ich mal einen dieser Knöpfchen drücken. Doch dieses Mal tat sich nichts. Das Internet kam nicht zurück.

Falsch, es kam zurück. Allerdings nur an einem der zwei in meinem Arbeitszimmer verbauten Powerlans. Die Adapter haben jeweils zwei Buchsen. Bei dem einen Adapter funktionierten beide Buchsen nicht, bei dem anderen funktionierte dann nach ein paar Minuten nur der rechte. Der linke erhielt keine Verbindung.

Meine Aufregung steigerte sich, denn die Powerlans sind meine einzige Verbindung aus meinem Arbeitszimmer ins Internet. Also stöpselte ich das LAN-Kabel um, damit ich zumindest am Notebook, meinem Hauptrechner, ins Internet kommen konnte. Und tatsächlich konnte ich mit dem Notebook ins Internet. Sodann steckte ich das andere Kabel wieder in den Desktop-Rechner, aber eine Verbindung mit dem Internet wollte sich nicht wieder einstellen.

Nur die eine Buchse funktionierte noch, doch nach ca. 10 Minuten war auch hier der Drops gelutscht. Peng, die Verbindung war weg und kam auch nicht wieder. Was für ein Mist!

Nachdem ich mich insgesamt ein wenig beruhigt hatte, ging es an die Analyse des Problems. Die beiden Powerlans und mein Testnotebook nahm ich mit ins Wohnzimmer, denn dort wird ja das Internet in das Stromnetz geführt. Über eine große Steckerleiste versuchte ich dann die Powerlans wieder mit Leben zu füllen. Aber nichts half. Das Notebook blieb immer ohne Verbindung und es wurde angezeigt, dass keine IP-Konfiguration möglich sei.

Huch, waren die Powerlans kaputt? Warum? Was war passiert in der Zeit, in der ich Essen war? Aber wie war es zu erklären, dass noch eine Buchse eine zeitlang funktionierte? Zum Glück hatte ich ja noch die alten Powerlans, die langsamen. Schnell waren sie zur Hand. Ab in die Steckerleiste, Kabel dran - Bingo! Internet, und das sogar recht zügig. Damit bestätigte sich meinen Vermutung, dass die schnellen Powerlans einen Defekt erlitten hatten.

Schnell ging ich mit einem Powerlan nach oben, steckte ihn in die Steckdose und schon meldete mir der Computer: Kein Internet. Verflixt! Woran lag es? Waren die zu schwach? Mir schwebte schon vor, dass irgendetwas mit dem Stromkreis passiert war. Was auch immer! Ich bin kein Elektriker.

Dann war es Zeit für mich endlich ins Bett zu gehen und die Lösung des Problems auf den nächsten Tag zu verschieben. Die Lösung konnte zunächst nur heißen, dass ich mir neue schnelle Powerlans besorgen musste. Und das tat ich dann nach Feierabend auch. Das hatte auch noch den Vorteil, dass ich nun endlich weiß, wo in Neuss ein großer Elektronikfachmarkt ist. Dort erwarb ich dann von Devolo ein entsprechendes Pärchen Powerlans und sah zu, dass ich nach Hause kam.

Dort angekommen wurde erst in der Steckerleiste getestet, ob die Dinger tatsächlich funktionierten. Zu meiner Freude, ich hoffte noch, nicht wieder Geld in den Sand gesetzt zu haben, funktionierten die Dinger. Die erste Hürde war genommen, das Testnotebook hatte eine astreine Internetverbindung.

Bevor ich nun mit Sack und Pack wieder nach oben ging steckte ich einen der Powerlans in eine andere Steckdose. Und damit war mir fast klar, dass ich doch Geld in den Sand gesetzt hatte. Es baute sich keine Internetverbindung auf. Ich konnte somit für mich festhalten: Stecken zwei Powerlans in der selber Steckerleiste, war eine Internetverbindung möglich. Ausgetestet mit drei Pärchen. Ein Pärchen versagt komplett den Dienst, zwei taten ihren Dienst.

Und was nun? Um ganz ehrlich zu sein: Keine Ahnung.

Mir ist bislang noch nicht aufgegangen wie ich testen kann, ob an dem Stromnetz im Haus irgendetwas faul ist. Ausfälle oder einen Stromausfall als solches hatten wir nicht. Es hatte sich nichts ergeben, womit zu erklären wäre, warum die Powerlans nun alle nicht mehr funktionierten. Wie gesagt: WLAN ist überall aktiv, in meinem Zimmer, wie beschrieben, recht schwach auf der Brust.

Natürlich kann und will ich nicht aufs Internet verzichten. Über kurz oder lang wird eine Leitung verlegt werden müüsen, aber erst im Frühjahr. Akut muss ich mit meinen Sachen ins Wohnzimmer wechseln. Dort habe ich direkten Zugang zum Internet via LAN und keinerlei Geschwindigkeitseinbußen. Meine kleine ungestörte Welt verliere ich dadurch zwar, aber ich bin ja schon mit wenig zufrieden. Für mich ist es wichtig, dass ich ungehindert am Internetleben teilnehmen kann.

Um es nochmal festzuhalten:

  • Die Powerlans sind nicht en bloc ausgefallen, sondern nach und nach.
  • Die bisherigen Powerlans lassen sich nicht mehr zusammenbringen und liefern kein Internet.
  • Die alten Powerlans funktionieren in einer Steckerleiste, aber nicht in getrennten Steckdosen.
  • Die neuen Powerlans funktionieren in einer Steckerleiste, aber nicht in getrennten Steckdosen.
  • Das Stromnetz im Haus wurde während der Zeit des Ausfalls nicht verändert, ich war nur zum Abendessen unten.

Wer eine Idee hat, wie man dem Problem auf die Spur kommen kann, oder ähnliches erlebt und eine Lösung gefunden hat, der möge sich gerne bei mir melden. Mir ist um eine Lösung des Problems sehr gelegen.


Der Blogartikel (246) wurde in der Kategorie Vermischtes erstellt am: 2016-12-08 22:23:44




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