Rad-Restart im März

Im Januar war ich der Meinung, dass ich das Radjahr 2017 würde beginnenn können. Doch nach zwei kleinen Eingewöhnungsausflügen war die Herrlichkeit auch schon wieder zu Ende. Zwei maßgebliche Gründe waren dafür verantwortlich: Wetter und Krankheit (Gesundheit)

Leider habe ich es nicht geschafft mein kleines Vorhaben, in jedem Monat mit dem Rad unterwegs zu sein, in die Tat umzusetzen. Der Februar war geprägt durch eine lange Schlechtwetterphase mit Sturm, der jede Radtour zur Qual werden ließe, und durch eine Virusinfektion, die mir alle Kräfte raubte. Daher ist es sehr schön, dass nach dieser deprimierenden Zeit im März der Wettergott ein Einsehen hatte und gutes Wetter herbeizauberte.

Ab dem 10.03.2017 konnte ich mich nach Feierabend aufs Rad setzen und in kleinen Schritten in die Gewöhnungsphase einsteigen. Meine kleinen Touren, die im Moment noch wegen der Winterzeit nicht allzu lange sein können, trainieren aber mein Sitzfleisch, um nach Umstellung auf die Sommerzeit abends noch ein Stündchen oder mehr dranhängen zu können. Im Dunkeln möchte ich nicht fahren, da ich nicht viel sehe und sehr wenig Vertrauen zu den übrigen Verkehrsteilnehmern habe. Dabei spielen noch nicht mal die Autofahrer eine bedeutende Rolle, sondern die vielen Menschen die meinen alleine auf der Welt zu sein und wie die Lemminge kreuz und quer ohne sich umzuschauen über die Straßen und Wege torkeln.

Auch wenn es vielleicht lächerlich wirkt, aber genau dieses Verhalten, sich ohne Rücksicht und Verantwortung durch den langsamen Verkehr zu bewegen, hat viel Potenzial für Unfälle, die man vermeiden kann. Als Autofahrer bin ich eher defensiv ausgerichtet und so halte ich es auch, wenn ich mit dem Rad unterwegs bin. Ich bin fast immer bremsbereit, insbesondere dann, wenn ich auf Leute zufahre, die mit Kindern und Hunden unterwegs sind. Viele, zuviele, sind unachtsam und fühlen sich genervt, wenn ich die Klingel betätige.

Genug der Meckerei, wohlwissend, dass ich auch Fehler mache, hatte ich auf den kleinen Touren viel Spaß, denn meine Beine sind trotz der langen Pause seit November letzten Jahres sehr gut drauf. Der Hintern schwächelt wie immer, aber die Beine sind top. Sofern meine Gesundheit hält, und das Wetter nicht wieder in wochenlangen Kapriolen über uns hinwegbraust, bin ich mir sicher, dass ich lange Touren bis 80 oder 90 km mit Tourenrad oder Rennrad wieder schaffen kann. Vorteilhaft wäre es, wenn ich mein Körpergewicht reduzieren könnte, denn jedes Kilogramm zuviel muss ich mitschleppen und dafür Energie aufwenden. Diese Energie würde ich lieber in Dauer und Entfernung meiner Touren investieren.

Die Strecken, die ich fahre, sind im Grunde genommen die gleichen wie im letzten Jahr. Die weitere Umgebung von Kaarst habe ich mittlerweile gut erkundet. Auch, um mich immer zurecht zu finden, wenn ich ohne Karte fahre. Auf den letzten Touren habe ich viele Verbindungen zwischen meinen bisherigen Strecken gefunden und kann diese nun sehr gut kombinieren. Grundsätzlich bin ich im Großraum Kaarst und Korschenbroich unterwegs. Die Strecken sind flach. Wenn ich mich in Richtung Grevenbroich bewege muss ich mit Hügeln rechnen. Aber die sind gut befahrbar. In Richtung Jüchen wird es aber schon brenzlig. Dort gibt es wirklich Anstiege, die für mich als Berghasser einfach keinen Spaß machen.

Für die hoffentlich künftig längeren Touren nehme ich mir die Gegend zwischen Krefeld und Viersen vor. Ich weiß, dass in der Nähe von Viersen die Süchtelner Höhen sind, aber die Gegend muss ich erst kennenlernen. In Ansätzen weiß ich was mich erwartet. Aber die Strecken nach Tönisvorst, Kempen und Grefrath sollten meinen Neigungen in etwa nachkommen. Und wenn ich das dann tatsächlich schaffen sollte, dann ist es nicht mehr weit bis in die Niederlande. Laut Google Maps sind es von Kaarst bis Tegelen (an der Maas) nur knapp 42 km mit dem Rad. Allerdings ist die Anreise eben schon mit etlichen Kilometern belegt. Sofern ich mit dem Rennrad fahren möche, kann ich es ins Auto legen und wie früher einen Abfahrtspunkt in der Nähe der Grenze anfahren. Mit dem Tourenrad wird es nicht gehen, da mein Auto zu klein ist und ich zur Zeit keinen Fahrradträger habe. Eine Investition in einen mobilen Heckträger sollte ich mir dann doch noch wieder überlegen. Einen Träger für die Anhängerkupplung möchte ich nicht kaufen, da ich nicht weiß, ob ich bei einem neuen Auto noch wieder einen haben muss. Der Wohnwagen soll verkauft werden.

Am jetzigen Wochenende ist das Wetter schlecht. Regen und kühle Temperaturen halten mich normalerweise nicht ab, aber es ist sehr windig. Schade, ich kann mein kleines Trainingsprogramm nicht fortführen, bin mir aber sicher, dass ich nicht wieder Wochen aussetzen muss. Auf die kommenden Wochen freue ich mich.


Der Blogartikel (254) wurde in der Kategorie Radsport erstellt am: 2017-03-18 12:53:35




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