Apache2 installieren / deinstallieren

Dann und wann muss man sich als Linuxuser fragen, ob die Macher der jeweiligen Distribution tatsächlich noch alle Tassen im Schrank haben. Einerseits möchte man die breite Masse der Usser von Windows nach Linux lenken, andererseits wird gesagt, dass man als Linuxuser schon wissen sollte was man da macht. Meiner Ansicht nach beißt sich das ein wenig. Heute hatte ich so ein Erlebnis, dass mir diese Diskrepanz mal wieder vor Augen führte. Naja, ich mag Linux und bin teilweise froh, dass nicht alles out-of-the-box kommt. Aber das hat auch seine Grenzen.

Was war passiert?

Auf meinem Desktop-Rechner hatte ich ein Problem. Ich wollte zu Testzwecken eine Joomla!-Installation vornehmen, die aber nicht durchlief, da der Joomla!-Installer keine Verbindung zu MySQL herstellen konnte. Nunja, bislang hatte ich auf dem Desktop-Rechner noch nichts in Sachen Webserver gemacht. Also entschloss ich mich dazu die vorhandenen Installation von Apache2, MySQL-Server und MyPHPAdmin zu deinstallieren. Das ging dann auch recht flott. Die nachfolgende Neuinstallation erfolgt so:

root@server:/# apt-get install apache2 mysql-server phpmyadmin

Üblicherweise ist mit der Installation dieser 3 Pakete der Webserver startklart. Als ich dann zum Test phpinfo() aufrief wurde mir an Stelle der üblichen Daten in Form von Tabelle und Formatierung der Plaintext gezeigt. Hoppsa, da schien wohl was zu fehlen.

Nach einer kurzen Recherche im Internet bekam ich den Hinweis auf ein anderes Paket, welches noch notwendig sei. Also entschied ich mich dazu sofort die Installation dieses weiteren Paketes vorzunehmen:

root@server:/# apt-get install libapache2-mod-php5

Nach einem Restart des Webservers wurde mir dann alles normal wie gewohnt angezeigt. Den Hinweis auf ein fehlendes Paket erhielt ich, wie schon so oft, hier bei Stackoverflow: Stackoverflow weiß oftmals Rat

Mich stört dabei ungemein, dass bei der Deinstallation von Apache2, MySQL-Server und MyPHPAdmin scheinbar mehr Pakete betroffen sind als bei einer Neuinstallation dann wirklich wieder eingebunden werden. Das ist Bullshit! So wird man kaum den Normaluser von der bunten Klick-Welt des Windows-Cosmos auf eine Linux-Distribution bekommen. Das entnervt viele User und bringt kaum Motivation zu wechseln.

Auch wenn die meisten Linux-Distributionen kostenlos zu haben sind, ist eine vernünftigte Userführung schon wichtig. Besonders dann, wenn man den Anspruch hat dem Microsoft-Betriebssystem ein ebenbürtiger Konkurrent zu sein.


Der Blogartikel (264) wurde in der Kategorie Linux erstellt am: 2017-09-30 17:44:37




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