Obsidian - meine Erfahrung

Obsidian - meine Erfahrung

Im Februar 2021 hatte ich mein Intranet, also mein Wissensspeicher, auf Obsidian umgestellt. Obsidian arbeitet mit Markdown-Files und somit ist es relativ einfach, schnell und unkompliziert Notizen zu schreiben (linking your thinking).

Nach einigen Monaten der Arbeit mit Obsidian kann ich behaupten, dass ich eine sehr gute Entscheidung getroffen habe. Zwar bin ich mit der Umstellung meiner bisherigen Wissensspeicher noch nicht ganz durch, aber vieles konnte ich schon umstellen. Die neue Notizen, Beschreibungen und Dokumentationen meines Wirkens verfasse ich alle Obsidian.

Ein selbstprogrammiertes Intranet Version 3, meine lokale WordPress-Installation und die mal aufgesetzte lokale Hugo-Installation sind nur noch Archive und werden nicht mehr weiter gepflegt. Sie müssen aufgeräumt und gesichtet werden, damit mir in Obsidian keine Informationen fehlen.

Das Artikelbild zeigt den derzeitigen Graph. Hier ist zu sehen, welche Hauptpunkte es gibt (Namen sind ausgeblendet) und wie die Verbindungen sind. Verbindungen, also die Verlinkungen (linkings), sind das A und O von Obsidian. Davon lebt die Software und letztlich auch der User und Benutzer.

Ich bin selber gespannt, ob und wann ich in der Lage sein werde, mein komplettes gespeichertes Wissen auf Obsidian umgestellt zu haben. Leider ist in der Free-Version kein HTML-Export möglich. Dafür müsste man einen Bezahlaccount anlegen. Allerdings bin ich davon auch nicht abgeneigt, denn mit einer solchen Unterstützung trage ich dazu bei, dass die Software weiter entwickelt und gewartet wird.

Ein Export nach HTML hätte den Vorteil, dass ich meine Webseite in Obsidian erstellen und vorbereiten könnte, um sie dann mit der Exportfunktion für die Veröffentlichung auf dem Webspace zu generieren. Das sollte ähnlich laufen wie mit Hugo, dem Generator für statische HTML-Seiten.

Sehr vorteilhaft finde ich den Umstand, dass ich Screener vom Bildschirm über die Zwischenablage direkt in die Texte kopieren kann. Damit ist es relativ einfach, den geschriebenen Worten auch etwas mitzugeben, was der Leser dann begreifen und erfassen kann. Es ist nicht notwendig, wenn man das nicht will, die Screener erst als Bilddatei abzuspeichern und dann zu verlinken. Das macht Obsidian automatisch (als png-Datei in einem separataen Bilderordner). Der Link zum Bild wird erstellt, wenn man den Inhalt der Zwischenablage via STRG-V eingefügt. Prima Sache.

Über die Suchfunktion lassen sich alle Einträge schnell nach einem Stichwort (z.B. einen TAG) suchen. Mir selber fehlt so ein bisschen eine Generalübersicht, wie ich sie mir in meinem selbstprogrammierten Intranet Version 3 erstellt hatte. Davon muss ich mich eben lösen und die Suchfunktion als meinen Freund annehmen. Auch muss ich mir mehr Gedanken über die Verschlagwortung machen, um eben guten und direkte Ergebnisse bei der Suche zu erzielen. Das ist nicht immer einfach, aber doch wohl auch Übungssache.

Im Großen und Ganzen habe ich die Umstellungsentscheidung nicht bereut und werde die Nutzung von Obsidian ausbauen wo es eben möglich und erforderlich ist.

Jopii, am 18.07.2021

Meine Quellen sind: